Wie meine Kollegin im „Frühjahrsputz“ schon angesprochen hat, ist unser Unbewusstes mit 90% Protagonist unseres Alltags. Ist doch schön zu wissen, dass es hier eine große Konstante gibt. Was heißt das nun für die Führungsarbeit?

Zunächst, in Anlehnung an Paul Watzlawick, „Mann (und Frau auch) kann nicht nicht wirken.“ Soll heißen, egal ob gefühlt extrovertierte oder introvertierte Person – Wirkung ist da und wird von Dritten wahrgenommen. Und gerade als Führungskraft werden Sie hierzu auch laufend von Ihren Mitarbeitern unter die Lupe genommen (vor allem unbewusst….da waren ja die 90%). Schon alleine sich dies bewusst zu machen (also die 10% zu aktivieren) kann hilfreich sein, um sich mit den 90% Unbewusstheit noch besser anzufreunden. Hier scheinen auch folgende Worte des Neurobilologen Gerald Hüther passend: “Sie kommunizieren

[verbal und non-verbal] nie, was Sie gelernt haben – Sie kommunizieren immer wer Sie sind.“ Und nach Romano Guardini, er liefert dazu ein paar Prozentzahlen…Sie merken aus dieser Nummer scheinen wir nicht heraus zu kommen…“10% begeistern Menschen durch Worte, 30% durch ihre Handlungen und 60% durch ihr Sein“. Da waren sie wieder, die 90% 😉

Also weiter. „Das Wollen zeigt sich in der Handlung“ (Ludwig Wittgenstein). Dies macht auch den Unterschied zum Wunsch. Die Handlung ist nicht Ergebnis eines Wunsches sondern die Handlung selbst ist es. Jetzt taucht für Sie vielleicht der Einwand auf, dass Sie durchaus schon erlebt haben, dass sich das Wollen nicht in einer Handlung zeigte – frei nach dem Sprichwort „Der Geist war willig aber das Fleisch war schwach“. Nun, dann war es vielleicht mehr ein sich Bemühen oder Versuch zu handeln – wohl weniger ein relevantes Wollen.
In der Führungsarbeit haben Sie vielleicht auch schon erlebt, dass der feste Vorsatz da war, sich in der Führungsarbeit mehr auf die originären Führungsaufgaben wie Arbeit organisieren und Entscheidungen treffen zu fokussieren. Doch dann ist da das vertraute Experten-Tun (operative Arbeit wie fachliche Tätigkeiten), welches sich deutlich komfortabler anfühlt und vielleicht auch als die sicherere Variante im Job erscheint und, wer weiß, auch manchmal mehr Spaß macht…und schwupp, ist das Wollen zum Versuch geworden.

Mit diesem Gedankengut nun zur Haltung. Denn, es sind doch immer noch die 90% Unbewusstes da. Haltung als Zusammenwirken von eigener Einstellung zu etwas, individuellen Überzeugungen, eigener Standpunkt und Werten. Es scheint also ein hoch individuelles Phänomen zu sein. Vielleicht schwer beschreibbar und doch klar für sich erkennbar und vor allem mit hoher Wirkung nach außen und in allem unseren Handeln. Sind Sie sich Ihrer Haltung bewusst und wissen um ihre möglichen Wirkweisen (vor allem als Führungskraft)?

Gerne unterstützen wir Sie von imSelbst dabei, Ihre Haltung bewusst als Ressource zu nutzen oder einfach besser kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie – eine E-Mail an   mit Ihrer Anfrage genügt, wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.
Bis dahin, Karin Schneider für imSelbst.