Philosophische Grundlage

Wenn Ereignisse uns aus der Balance bringen, uns von unserem Selbst quasi abspalten, dann triggern sie einen Widerstand in uns, der aus unserem Familiensystem stammen kann und an eine übernommene, weitergegebene transgenerationale Erfahrung erinnert, ohne dass diese Erfahrung bewusst sein muss. Oder sie rühren an eine unbewusste unangenehme Information aus unserer eigenen Biographie, auch der vorgeburtlichen, wenn es in diesem Zeitraum belastende Erfahrungen bei Mutter oder Kind oder beiden gegeben hat. Mit Hilfe von körperorientierter systemischer Aufstellungsarbeit können unbewusste seelische Widerstände aufgespürt und erkennbar gemacht und eine positive Veränderung herbeigeführt werden.

In der systemischen Perspektive wird das Individuum im Kontext seiner familiären Beziehungen, und zwar über Raum und Zeit hinaus innerhalb mehrerer Generationen betrachtet – wenn es um persönliche Anliegen geht. Im beruflichen Kontext wird entsprechend das Arbeitsumfeld unter der Perspektive der Beziehungen am Arbeitsplatz gesehen. Man könnte den systemischen Ansatz holistisch nennen im Gegensatz zum linearen zweidimensionalen Ursache-Wirkung-Denken. Ein weiteres besonderes Merkmal der systemischen Aufstellungsarbeit liegt darin, dass sie als eine tiefgehende Form der Selbsterfahrung eine persönliche Entwicklung in einem relativ kurzen Zeitraum anstoßen kann.